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Du solltest dich schämen! - Wie Schuld und Scham einer Konfliktklärung im Wege stehen können


Anerkennung von 2h nach § 3 ZMediatAusbV für zertifizierte Mediatoren!

  • Entstehung und Bedeutung von Scham – ein ungeliebtes, aber notwendiges Gefühl
  • Schuld und Selbstvorwürfe als Eskalationsmotor für Konflikte
  • Umgang mit (Ent-)Schuld(igung) und Scham in Beratungssituationen / der Mediation
Du solltest dich schämen! - Wie Schuld und Scham einer Konfliktklärung im Wege stehen können
Alexandra Bielecke, M.A. Diplom-Psychologin, Physiotherapeutin, Mediatorin BM®, Coach, Ausbilderin und (Mediations-) Supervisorin
„Wenn Menschen miteinander etwas zu schaffen haben, machen sie einander auch zu schaffen“, bringt Prof. Friedemann Schulz von Thun eine der größten Herausforderungen des Miteinanders in einem Schüttelreim auf den Punkt. Wie schnell passiert es – aus Unachtsamkeit oder Versehen –, dass wir einem anderen Menschen einen Schaden zufügen? Diese kleinen oder größeren, seelischen oder körperlichen Wunden setzen den Beteiligten auf unterschiedliche Weise zu. So kann der Vorwurf, etwas Schlimmes verursacht zu haben bzw. der Selbstvorwurf, jemandem etwas angetan zu haben, eine Beziehung dauerhaft in eine schiefe Bahn bringen.
Wann genau sprechen wir jedoch von Schuld und was löst sie in uns aus? Wie lässt sich Schuld verarbeiten? Braucht es dafür eine Absolution, Sühne oder gar Bestrafung? Kann ein einfaches „Tschuldigung“ eine Verletzung heilen? Reicht es, um einen tiefsitzenden „Beziehungsstachel“ aus der Wunde zu ziehen oder braucht es dafür ein ernst gemeintes, authentisches Bedauern? Und woran macht sich dieses Bereuen fest?
Expert*innen kommen zu dem Schluss, das Schuldgefühle und auch Scham wichtig sind, um das eigene Tun und Handeln zu reflektieren, um sich selbst gewahr zu werden, dass gesellschaftliche Regeln und Normen verletzt wurden und daraus Konsequenzen für die eigene Verhaltensweise abzuleiten. Der erste Schritt besteht darin, sich selbst einen möglichen Fehler einzugestehen und diesen ernsthaft zu bereuen. Eine ausgleichende Handlung – sei es durch eine Entschuldigung oder durch eine Wiedergutmachung – kann helfen, das eigene positive Selbstbild wiederherzustellen und auch die Beziehung wieder in eine ausgewogenere Balance zu bringen.
Ein Gespräch über das Erlebte ist dabei äußerst hilfreich, um die Beweggründe jeder einzelnen Person zu verstehen. Gleichzeitig besteht darin eine große Herausforderung. Sowohl in einer Beratung, als auch in einer Mediation kann das Gefühl der Scham bei den Mediand*innen erneut ausgelöst werden und eine Lösung behindern. Zudem besteht keine Gewissheit darüber, dass eine verletzende Handlung wirklich als solche gesehen und bereut wird. Kann es dann trotzdem eine Verarbeitung einer Schuld geben? Und wie gelingt diese in Mediationen oder Beratungssituationen? Mit diesen Fragen werden wir uns im Online-Seminar beschäftigen.

Teilnehmer
Mediatoren, Trainer, Moderatoren

Dauer
2:15 Stunden inkl. 15 Minuten Pause
Wir bitten Sie, sich etwa 15 - 30 Minuten vor Beginn des Seminars im Seminarraum im Internet einzufinden.

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Termine

Art.-Nr. 5900206018
Preis 95,00 EUR
(113,05 EUR brutto)
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    19.05.2020
    15:30-17:45 Uhr
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