Suche

Ausgewählte (Konflikt-)Dynamiken in Teams und Gruppen verstehen

Orientierung behalten und Konfliktlösungsprozesse in Gruppen steuern

  • Der Faktor Mensch – von der Freude und vom Leid, Teil einer Gruppe zu sein
  • Typische Mechanismen, die eine Gruppenleistung verschlechtern können
  • Tools für die Begleitung von Entscheidungsprozessen in Gruppen
Ausgewählte (Konflikt-)Dynamiken in Teams und Gruppen verstehen
Alexandra Bielecke, M.A. Diplom-Psychologin, Physiotherapeutin, Mediatorin BM®, Coach, Ausbilderin und (Mediations-) Supervisorin
In den vergangenen Jahren stand vor allem der Begriff „Schwarmintelligenz“ als Synonym für die Kombination von unterschiedlichen Kompetenzen für die Maximierung von Wissen, um tragfähige und nachhaltige Lösungen schnell und effektiv zu finden. Eine ähnliche Attraktivität hat im Moment das Konzept der „Agilität“ und damit verbunden vielfältige Formen hierarchiefreier Zusammenarbeit in Gruppen.
Tatsächlich bestätigen Studien die Wirksamkeit und Effektivität der Problemlösung in Gruppen. Die Betrachtung eines Problems aus verschiedenen Perspektiven, der hohe Grad der Ausdifferenzierung einer Ausgangslage, das Wissen um Problemlösungsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen sind dabei nur einige wenige der Wirkfaktoren.
Was oftmals zu wenig Beachtung bei der Konzeption neuer Arbeitsstrukturen erfährt, ist der „Faktor Mensch“. Er ist die Grundvorrausetzung, dass die Zusammenarbeit gelingen kann und stellt zugleich hohe Anforderungen an jedes einzelne Teammitglied. Teil einer Gruppe zu sein, einen sinnvollen und gleichberechtigten Beitrag leisten zu können und dafür Anerkennung zu erhalten, angehört zu werden, Einfluss zu haben, ernst genommen zu werden sind individuelle Triebfedern, die jedoch interpersonelle Reibungsverluste verursachen können. So haben Studien auch gezeigt, dass Gruppen unter bestimmten Voraussetzungen zu schlechteren Entscheidungen kommen, als wenn es eine Einzelentscheidung gegeben hätte. Die Anpassungsbereitschaft und die Durchsetzungsstärke von Teammitgliedern können hierbei ebenso negative Wirkungen auf das Gesamtergebnis entfalten wie die Ignoranz ungewöhnlicher Ideen oder der Gruppendruck auf einzelne Abweichler*innen.
Es erfordert ein hohes Maß an Reflexion aller Gruppenmitglieder, sich der eigenen Bedürfnisse bewusst zu sein, sie sinnvoll der Gesamtheit zur Verfügung zu stellen und zu ihnen zu stehen, sie gleichsam zur Diskussion zu stellen und bereit zu sein, sie notfalls zu Gunsten der zu lösenden Aufgabe zurückzustellen.
Eine Gruppe gut durch einen Problemlösungsprozess zu begleiten, stellt daher hohe Anforderungen an eine Moderation. Neben der Kenntnis, welche Schritte eine Gruppe durchlaufen muss, um arbeitsfähig zu werden und zu bleiben, braucht es ein gutes Gespür für den/die Einzelne/n in der Gruppe. Wissen um ungünstige Dynamiken vergrößert die Achtsamkeit im laufenden Prozess. Die Fähigkeit, Konfliktlinien zu erkennen und dem Team auf konstruktive Weise als Rückmeldung anzubieten, kann Reibungsverluste in der Gruppe minimieren. Techniken der Problemanalyse und Tools zur Findung und Priorisierung von Lösungsideen können es den Mitgliedern erleichtern, ihre Entscheidungen auf Herz und Nieren zu prüfen und die bestmögliche Alternative auszuwählen. Dies alles wird Inhalt des Seminars sein.


Teilnehmer
Mediatoren, Trainer, Moderatoren

Dauer
2:15 Stunden inkl. 15 Minuten Pause
Wir bitten Sie, sich etwa 15 - 30 Minuten vor Beginn des Seminars im Seminarraum im Internet einzufinden.

Warenkorb

Ihr Warenkorb enthält
keine Artikel

zum Warenkorb
 

Termine

Art.-Nr. 5900196018
Preis 95,00 EUR
(113,05 EUR brutto)
  •  
    08.07.2019
    15:30-17:45 Uhr
    buchen