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Unternehmenssanktionen 4.0 – Unternehmensstrafrecht und Tax-Compliance im Fokus der Ermittlungsbehörden

  • Anerkennung nach §15 FAO
  • Aufbau eines effektiven Tax-Compliance-Management-Systems als Grundlage zur Vermeidung von Aufsichts- und Organisationspflichtverletzungen – Voraussetzungen, Planung und Implementierung
  • Veränderte Ermittlungsmethodik der Strafverfolgungs- und Finanzbehörden und neues Unternehmensstrafrecht
  • Erfolgreiche Verteidigung des Unternehmens gegen Bußgelder und seiner Leitungspersonen im steuerstraf- und bußgeldrechtlichen Verfahren
Unternehmenssanktionen 4.0 – Unternehmensstrafrecht und Tax-Compliance im Fokus der Ermittlungsbehörden
Sandra Höfer-Grosjean
Dr. Christian-Alexander Neuling
Volker Radermacher alle Deloitte Legal
Im Steuerstrafrecht kündigt sich durch das neue Unternehmensstrafrecht eine Zeitenwende an. Die veränderten Rahmenbedingungen zeigen in der Praxis bereits deutliche Auswirkungen. Die Strafverfolgungs- und Finanzbehörden gehen immer stärker dazu über, neben straf- und bußgeldrechtlich relevantem Fehlverhalten einzelner Verantwortlicher oder Mitarbeiter eines Unternehmens (gemäß §§ 370, 378, 379, 380 AO), bei ihren Ermittlungshandlungen das Unternehmen selbst in den Mittelpunkt und in Verbindung mit steuerlichen Zuwiderhandlungen durch Mitarbeiter auf die damit häufig verbundenen Verletzungen von Aufsichts- und Organisationspflichten gemäß § 130 OWiG durch Leitungspersonen abzustellen.


Ganz konkret erwarten Sie im Seminar neben einer kurzen Darstellung der gesetzlichen Grundlagen folgende Themen:
  1. Veränderte Ermittlungsmethodik und Fokussierung der Finanzbehörden und damit einhergehende Risiken der Sanktionierung von Unternehmen und Leitungspersonen
  2. Aktuelle Schwerpunkte der Betriebsprüfung und Ermittlungsanlässe der Steuerfahndung sowie sensible Bereiche im Unternehmen, z.B. Vorfeldermittlungen der Steuerfahndung (Steueraufsicht) im Kontext von Due Diligence-Prüfungen oder sonst im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen, Verrechnungspreis-Dokumentation, etc.
  3. Anforderung zur Vorlage einer IKS- bzw. TCMS-Dokumentation im Rahmen der Prüfungsanordnung anlässlich einer Betriebsprüfung
  4. (derzeitiges) Unternehmenssanktionsrecht nach §§ 30, 130 OWiG - Aspekte der Unternehmensgeldbuße und Pflichten von Leitungspersonen eines Unternehmens: Renaissance der §§ 379 und 380 AO als Anknüpfungstatbestände für eine Unternehmenssanktionierung
  5. (neues) Unternehmensstrafrecht und mit der geplanten Neuregelung einhergehende zusätzliche Risiken für Unternehmen und Leitungspersonen
  6. Persönliche steuerstraf- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Risiken im Bereich der Tax-Compliance (Tax-CMS) sowie haftungsrechtliche Risiken nach § 93 AktG und § 43 GmbH – Haftungsvermeidung von Leitungspersonen
  7. Risiken und Besonderheiten der Einziehungsvorschriften nach § 73 ff. StGB und § 29a OWiG
  8. Rechtsprechung und Verwaltungsmeinung zur Wechselwirkung zwischen Tax-Compliance und Unternehmensgeldbuße
  9. Voraussetzungen eines effektiven Tax-CMS und damit einhergehende Potenziale für die Reduzierung rechtlicher Risiken
  10. Projektbeschreibung und –verlauf bei der Implementierung eines Tax-CMS oder Verbesserung bestehender Tax-CMS
Teilnehmer
Rechtsanwälte, Fachanwälte für Steuerrecht, Fachanwälte für Strafrecht, Verteidiger in Steuerstrafsachen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

Dauer
2:15 Stunden inkl. 15 Minuten Pause
Wir bitten Sie, sich etwa 15 - 30 Minuten vor Beginn des Seminars im Seminarraum im Internet einzufinden.

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Art.-Nr. 5900196029
Preis 95,00 EUR
(113,05 EUR brutto)

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