Suche

Problem und Lösung - ein spannungsreiches Verhältnis

Experimente zwischen Vergangenheit und Zukunft spielerisch wagen


Anerkennung nach § 3 ZMediatAusbV für zertifizierte Mediatoren!

  • Was ist überhaupt das Problem mit dem Problem?
  • Nicht alles, was gut wäre, tut auch gut: Lösungen der ersten und zweiten Ordnung
  • Problem-Lösungs-Tools und ihre Kontra-Indikationen: Was wann mit welchem Ziel verwenden?
Problem und Lösung - ein spannungsreiches Verhältnis
Alexandra Bielecke, M.A. Diplom-Psychologin, Physiotherapeutin, Mediatorin BM®, Coach, Ausbilderin und (Mediations-) Supervisorin
Je nachdem, wo Sie Ihre Mediationsausbildung absolviert haben, werden Sie folgende Hinweise bekommen haben: „Am Anfang steht eine ausführliche Problemschilderung, um den Sachverhalt zu verstehen, Themen vollständig zu erfassen und bedarfsgerechte Lösungen zu ermöglichen.“

Oder aber Sie haben gehört: „Lassen Sie sich das Problem möglichst knapp schildern, denn ansonsten besteht die Gefahr, sich bereits in den unterschiedlichen Problemschilderungen so tief zu verstricken, dass man gar nicht erst bis zur Sammlung der Besprechungspunkte und schon gleich gar nicht zu sinnvollen Lösungen kommt. Am leichtesten ist es, mit dem Blick auf die Zukunft zu beginnen.“ Begründet wird der jeweilige Ansatz mit der sehr einleuchtenden Erkenntnis Albert Einsteins: „Probleme kann man niemals mit der derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Was heißt das aber für Mediator*innen? Woran sollen sie sich nun orientieren? Engt die Fokussierung auf die Problemschilderung die Sichtweise tatsächlich ein? Beschränken wir uns gemeinsam mit den Mediand*innen automatisch, wenn wir die Ursachen einer Situation und die bisherigen „missglückten“ Lösungsversuche verstehen wollen? Konstruieren wir gar erst ein Problem, wenn wir eine schwierige Situation in all ihren Facetten betrachten? Hilft die alleinige Konzentration auf Lösungen und die Zukunft aus dieser Denkblockade oder schaffen wir dadurch lediglich rosarote Wunschlösungs-Luftschlösser, die in keinem Zusammenhang zur Realität der Beteiligten stehen?

Die Antwort auf all diese Fragen ist ein gut begründetes „Sowohl-als-auch“. Je nach Ausgangssituation und Kontext der Beteiligten und der professionellen Brille, die Sie als Mediator*in tragen, drängt sich die eine oder die andere Perspektive auf die Problem-Lösungs-Konstellation auf.
Gleichzeitig besteht eine unlösbare Verbindung zwischen einem Problem und seiner Lösung und es lohnt sich, diese bewusst in ihrem Zusammenhang zu betrachten. Bisherige Lösungsversuche können aus Sicht der Mediand*innen nämlich äußerst sinnvoll sein und den Bedürfnissen der Beteiligten vollumfänglich entsprechen und dennoch keinen produktiven Beitrag zur Verbesserung der Ausgangssituation beinhalten. Andere Lösungen als attraktiv präsentiert zu bekommen, verstärkt dann vielleicht das Festhalten am Ausgangszustand.

Innerhalb des Online-Seminars betrachten wir das intelligente Verhältnis zwischen Problem und Lösung anhand verschiedener Beispiele und erarbeiten Handlungsmöglichkeiten, die Mediator*innen innerhalb eines Mediationsverfahrens Flexibilität einräumen. Wir werden mit Hilfe verschiedener Tools den Spagat wagen, sich in der Mediation einer Lösung und damit der Zukunft anzunähern und dabei das Problem und damit die Vergangenheit wertzuschätzen, um die Medianden bestmöglich zu begleiten.

  1. Was ist überhaupt das Problem mit dem Problem?
  2. Nicht alles, was gut wäre, tut auch gut: Lösungen der ersten und zweiten Ordnung
  3. Problem-Lösungs-Tools und ihre Kontra-Indikationen: Was wann mit welchem Ziel verwenden?
Teilnehmer
Mediator/innen, Trainer/innen, Moderator/innen

Dauer
2,25 Stunden inkl. 15 Minuten Pause
Wir bitten Sie, sich etwa 15 - 30 Minuten vor Beginn des Seminars im Seminarraum im Internet einzufinden.

Warenkorb

Ihr Warenkorb enthält
keine Artikel

zum Warenkorb
 

Termine

Art.-Nr. 5900196019
Preis 95,00 EUR
(113,05 EUR brutto)
  •  
    03.12.2019
    15:30-17:45 Uhr
    buchen

Servicebereich